Methode

Was heißt systemisch?

Neben der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie ist der systemische Ansatz der am weitesten verbreitete und praktizierte Therapie- und Beratungsansatz. Systemische Therapie versteht sich als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren und ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Ansätzen und Modellen, die sich aus der Paar- und Familientherapie heraus entwickelt haben. Systemische TherapeutInnen arbeiten mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Helfersystemen - also dem für die KlientInnen relevanten Umfeld; neben der klinischen Anwendung finden systemisches Denken auch Niederschlag in anderen professionellen Bereichen wie (Organisations-) Beratung, Supervision, Fort- und Weiterbildung.

Das Ziel systemischer Familientherapie ist es, mit den KlientInnen gemeinsam Lösungen für ihre Probleme zu finden und zu gestalten und sie dabei zu begleiten.

 

Folgende Aspekte sind für den therapeutischen Prozess wesentlich:

  • Die Einsicht, dass Probleme grundsätzlich in kommunikativen Prozessen „hergestellt“ und aufrechterhalten werden. Das heißt, dass das Umfeld relevant ist und daher in unterschiedlicher Form in die Therapie miteinbezogen wird.
  • Allen Beteiligten in einem solchen Netzwerk mit einer wertschätzenden Haltung begegnet wird.
  • Therapie und Beratung keine gezielten Verhaltensänderungen von außen herbeiführen können, sondern ein Anregungspotential für die Selbstveränderung sind.
  • Ressourcen und Kompetenzen als wesentlich gesehen werden und in diesen nach Ansatzpunkten für Lösungen gesucht.

Die Methoden der systemischen Psychotherapie sind vielfältig. Dazu zählen unterschiedliche Fragetechniken, der selbstreflexive Dialog, der Einsatz von „Reflecting Teams“, die Arbeit mit visualisierenden Techniken wie Familienskulpturen und Aufstellungen, Rituale und Metaphern, die Anregung von Experimenten zwischen den Sitzungen, sowie Abschlussinterventionen.
(vgl. ÖAS „Was heißt systemisch?“ 2016)

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